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Filmkritik: Oliver Stone’s W.

Die Tatsache, dass George W. Bush Präsident der USA werden konnte hat viele Leute erstaunt, besonders diejenigen, die ihn in seinen frühen Jahren kennengelernt haben. Von Problemen mit Alkohol und Autorität geplagt schafft es der kleine George Bush aus dem Schatten seines Vaters auszutreten und selbst der mächtigste Mann der Welt zu werden. Klingt etwas wie das Märchen von “Aschenputtel”, das für Bush Junior wahr geworden ist, dennoch einige Probleme mit sich gebracht und ihn zum wohl unbeliebtesten US-Präsident aller Zeiten gemacht hat.

Bei den Schauspielern von “Oliver Stone’s W.” habe ich vorab gelesen, dass Josh Brolin eine klasse Rolle gespielt haben soll, was meiner Meinung nach auch stimmen mag, vom Gesicht her jedoch absolut nicht zu George W. Bush gepasst hat. Der Darsteller von Bush Senior (James Cromwell) hingegen wirkte nahezu wie eine Kopie des Originals und hat mich in der Rolle rein optisch mehr überzeugt. Auch Richard Dreyfuss (als Dick Cheney) und Thandie Newton (Conduleezza Rice) haben mir optisch gut gefallen. An der Leistung der Schauspieler gibt es für mich nichts zu meckern, aber auch nicht allzu viel zu loben.

Zu der Aufmachung von “Oliver Stone’s W.” lässt sich nicht viel sagen, da der Film eine wahre Geschichte zeigen soll und diese oftmals nur sehr wenige Knalleffekte bietet. Dennoch hat mir der Aufbau des Films ganz gut gefallen und auch der Sound war an vielen Stellen gut eingesetzt. Umso interessanter war da die eigentliche Geschichte des Films, die sich angeblich genau so zugetragen hat wie es im Film behauptet wird und damit einige erschreckende Wahrheiten ans Tageslicht gebracht hat.

Ich finde “Oliver Stone’s W.” eher durchschnittlich und hatte mir vor dem Anschauen des Films einiges mehr erwartet. Im Vergleich zu “Fahrenheit 9/11” wirkte der Film nicht annähernd so spannend und dass, obwohl die Geschichte eigentlich hätte spannender sein sollen (Rückblick auf die frühen Jahre George Bushs, etc.). Man kann sich den Film ruhigen Gewissens ansehen, sollte man sich für das Thema interessieren, mehr als einmal lohnt sich das aber, meiner Meinung nach, nicht. Wer den Film gerne in seinem Regal stehen hätte, der kann W. – Ein missverstandenes Leben für gut 13€ bei Amazon kaufen.

6,5/10

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