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Tintenblut

Staubfinger hat einen Vorleser gefunden, der ihn in seine Heimat, die Welt des Buches “Tintenherz”, zurückliest. Nicht gerechnet hat er damit, dass die Giftmischerin Mortola und Basta ihm folgen wollen. Farid, Staubfingers Gefährte und Schüler, will nun ebenfalls in die Tintenwelt, um seinen Meister zu warnen. Hilfe suchend wendet er sich an Meggie, die seit Monaten wieder glücklich mit ihrer Familie zusammenlebt. Doch sie hat eine Bedingung: Sie möchte mitkommen.

“Tintenblut”, die Fortsetzung von Cornelia Funkes “Tintenherz”, übertrifft den ersten Teil in einigen Punkten. Während es bei “Tintenherz” noch einige Durchhänger in der Spannungskurve gibt, ist der zweite Teil der Tintenwelt-Trilogie durchgehend spannend. Es ist eines dieser Bücher, die man nicht so leicht wieder weglegt.

Das Setting der Tintenwelt entspricht in etwa dem Mittelalter; es ist eine interessant aufgebaute, wenn auch relativ kleine Welt mit vielen interessanten Charakteren und Gruppierungen.

Stilistisch ist “Tintenblut” ebenso gut wie sein Vorgänger. Es ist nicht linear - man ahnt eigentlich nie, was als nächstes passieren wird. Dieser zweite Teil ist mehr auf Gefühle (Liebe zum Partner/zur Familie) bedacht und durch mehr Begegnungen mit Gewalt und Tod “finsterer” als der erste. “Tintenblut” ist aus vielen verschiedenen Perspektiven geschriebe, sodass man sich gut in die Charaktere hineinversetzen kann. Auch bei dem tragischen Ende kann man als Leser sehr gut mitfühlen.

“Tintenblut” ist auf jeden Fall einer der Favoriten in meinem Bücherregal und verdient es, gelesen zu werden.

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