Die Macht des Vorlesens
- Abgelegt in: Entertainment, Literatur
- Datum: 1. Jul 2008
Die zwölfjährige Meggie lebt schon so lange sie denken kann alleine mit ihrem Vater zusammen. Eines Tages steht ein Fremder namens Staubfinger vor der Tür, der Mo, ihren Vater, vor einem gewissen „Capricorn“ warnt. In Panik versetzt flieht Mo zusammen mit Staubfinger und Meggie zu einer Verwandten. Doch auch hier sind sie nicht sicher…und Meggie begreift bald, woher Staubfinger und Capricorn kommen, warum sie keine Mutter mehr hat und warum Staubfinger ihren Vater „Zauberzunge“ nennt.
„Tintenherz“, der erste Teil einer Trilogie, die von Cornelia Funke geschrieben wurde, ist in vielerlei Hinsicht ein außergewöhnliches Buch.
Zunächst einmal ist es sehr schön geschrieben, Gefühle und Emotionen der Charaktere kann man gut nachvollziehen und sich so gut in sie hineinversetzen. Die Geschichte wird aus den Perspektiven verschiedener Personen erzählt, sodass man sich nicht nur in Meggie hineinfühlen kann und außerdem einen guten Überblick über das Geschehen bekommt.
Die Charaktere sind jeweils durch verschiedene besondere Eigenschaften geprägt, die ihr Zusammenspiel interessant machen. Trotz der Vielzahl der Namen verliert man als Leser doch nie die Übersicht.
Das Buch lässt sich wohl als „Fantasy“-Geschichte bezeichnen, doch fällt es in einer völlig anderen Beziehung als andere Fantasy-Bücher in diese Sparte, da es in „unserer“ Welt spielt. Das Vorlesen wie das Schreiben werden als besondere Fähigkeiten dargestellt, die eine Geschichte zum Leben erwecken können.
Neben der äußeren Aufmachung des Buches ist auch die innere Form gleichsam markant wie innovativ. Jedes einzelne Kapitel beginnt mit einem Zitat aus einem anderen Buch. Manchmal sind es einfach nur schöne Passagen, meistens aber belanglosere Stellen, an denen eine ähnliche Situation beschrieben wird, wie sie sich gerade in „Tintenherz“ abspielt.
Es ist unglaublich schwer, die Magie dieses Buches zu beschreiben, ohne seinen Inhalt zu verraten. Lest es einfach. Es ist interessant zu lesen und vor allem gegen Ende spannend.














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