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EM-Fazit - Gruppe A

Die Gruppe A hat mir persönlich sehr gut gefallen. Es gab reichlich Spannung, viele Tore und Dramatik pur. So haben die Türken erst in letzter Sekunde ihr Ticket für das Viertelfinale gelöst, es gab die meisten Tore aller EM-Gruppen und der Kapitän der schweizer Nationalmannschaft Alexander Frei verletzte sich bereits in Spiel eins der EM.

1. Portugal

Die Portugiesen, rund um Medienstar Cristiano Ronaldo, haben mich spielerisch überzeugt und mit dem Gruppensieg ihre Titelambitionen unterstrichen. Wenn Portugal mit der ersten Garde auftritt, dann muss jede Mannschaft dieser Welt aufpassen, nicht von ihnen geschlagen zu werden. Zudem sind die Portugiesen in jedem Mannschaftsteil stark und hatten keinerlei Probleme, in das Viertelfinale einzuziehen. Lediglich ihre Bank ist nicht gerade hochkarätig besetzt, weshalb von dort aus nur eine geringe Gefahr ausgeht.

2. Türkei

Die Türkei hat es bis zum Schluss mehr als spannend gemacht. Als ich schon dachte, dass die Tschechen sicher weiter seien, da schlugen die Türken zu und kegelten ihren Konkurrenten aus dem Wettbewerb. Die Spiele gegen die Schweiz und Tschechien haben die große Stärke der Türken gezeigt: ihren unbändigen Siegeswillen. Doch kostet es auch Kraft, jedes Mal einen Rückstand umzubiegen, weshalb sie dahingehend im weiteren Turnierverlauf Probleme bekommen könnten. Dennoch haben auch sie mich von ihrer Spielqualität überzeugt und sind verdient in das Viertelfinale eingezogen.

3. Schweiz

Die Schweizer gehören für mich mit zu den herben Enttäuschungen der diesjährigen Europameisterschaft. Trotz der Verletzung ihres Kapitäns im ersten Spiel hätte ich mir mehr von den „Eidgenossen“ erwartet. Als Gastgeber hätten sie die Atmosphäre nutzen sollen, was ihnen allerdings nicht gelungen ist. So mussten die Schweizer schon früh die Segel streichen. Wenigstens der Abschlusserfolg gegen Portugals B-Elf konnte mich etwas versöhnen und bescherte den Schweizern einen nicht ganz so schlimmen Abgang.

4. Tschechien

Auch die Tschechen zähle ich zu meinen Enttäuschungen. Zwar konnte man das Auftaktspiel gegen die Schweiz gewinnen, doch war die Leistung gegen Portugal nicht mehr als ausreichend und gegen die Türkei stellte man sich zu früh zu tief hinten rein, wodurch man zwei späte Gegentore kassierte, dann den Hebel von totaler Defensive auf totale Offensive nicht mehr umlegen konnte und so aus dem Turnier ausschied. Der Mannschaft steht nun ein großer Umbruch bevor, da unter anderem Trainer Karel Brückner und Stürmerstar Jan Koller zurückgetreten sind.

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