EM Fazit – Gruppe C
- Abgelegt in: Fussball, Nationalteams, Sport
- Datum: 19. Jun 2008
Lange Zeit sah es in der „Todesgruppe“ nach einer Überraschung aus, doch am Ende setzten sich die Favoritenteams gegen Außenseiter Rumänien – wenn auch nur knapp – durch.
1. Niederlande
Die Niederlande sind für mich nach der Vorrunde Topfavorit auf den Titelgewinn. Wer die Mit-Favoriten Italien (3:0) und Frankreich (4:1) so dominiert, der kann nur als Maßstab angesehen werden. Des Weiteren besteht selbst die zweite Garde der Niederländer aus Superstars wie Arjen Robben oder Robin van Persie. Außerdem hat die niederländische Mannschaft den besten Fußball gespielt und mit traumhaftem Kombinationsfußball den Gegner die Grenzen aufgezeigt und diese phasenweise deklassiert.
2. Italien
Der Weltmeister aus Italien hat es Gianluigi Buffon zu verdanken, dass man noch die Chance hatte, in das Viertelfinale einzuziehen. Denn der Keeper von Juventus Turin parierte im zweiten Gruppenspiel gegen Rumänien einen Elfmeter und hielt Italien damit im Rennen. Allerdings enttäuschten die Italiener in den ersten beiden Spielen gegen die Niederlande (deftige 0:3-Klatsche) und Rumänien (mageres 1:1-Remis). Nur im Entscheidungsspiel gegen Frankreich (2:0) waren die Weltmeister in Form und schafften den Last-Minute-Einzug ins Viertelfinale. Dennoch hat Torjäger Luca Toni eine Ladehemmung und zwei wichtige Spieler (Pirlo und Gattuso) fallen im Viertelfinale gegen Spanien aus.
3. Rumänien
Mein Geheimfavorit musste sich schon nach der Vorrunde aus dem laufenden Turnier verabschieden. Dabei zeigte man eine solide Leistung gegen Frankreich (0:0) und hatte gegen Italien bereits die Möglichkeit, das Viertelfinale perfekt zu machen. Aber Rumänien kassierte einen schnellen Ausgleich und verschoss durch Adrian Mutu einen Strafstoß, weswegen man gegen die Niederlande einen Sieg brauchte, um ins Viertelfinale einziehen zu können. Dort traten die Rumänen allerdings zu ungefährlich vor dem Tor in Erscheinung (wie schon in den ersten beiden Partien) und wurden mit 2:0 geschlagen. Mit einer besseren Offensivleistung wäre Platz zwei mehr als möglich gewesen. So ist es – meiner Meinung nach – schade, dass wir uns von den Rumänen verabschieden mussten.
4. Frankreich
Es war klar, dass einer der drei Favoriten aus Gruppe C aus dem Turnier fliegen würde, doch dass Frankreich derart miserabel spielt, das hat wohl niemand erwartet. In keinem Spiel blitzte die Klasse des Vize-Weltmeisters von 2006 auf, nur Bayern-Akteur Franck Ribéry wusste zu überzeugen, verletzte sich aber im letzten Spiel und musste zusehen, wie seine Mitspieler von den Italienern geschlagen wurden. Was mir noch aufgefallen ist, ist das merkwürdige Wechselsystem von (Noch-)Trainer Domenech. Mehrfach hat er für mich nicht nachvollziehbare Entscheidungen getroffen, was auch einer der Gründe für das Ausscheiden ist. Ansonsten haperte es bei den Franzosen in allen Mannschaftsteilen, die Abwehr war oftmals verunsichert, das Mittelfeld konnte keine Impulse nach vorne setzen und die Stürmer trafen das Tor nicht.






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