EM Fazit – Gruppe D
- Abgelegt in: Fussball, Nationalteams, Sport
- Datum: 19. Jun 2008
Die Gruppe D war für mich die langweiligste Gruppe. Die Spiele mit spanischer Beteiligung waren teilweise sehenswert, der Rest eher maues Gestochere und Rumgebolze.
1. Spanien
Die Spanier sind verdient als Gruppensieger in das Viertelfinale eingezogen. Besonders im ersten Spiel gegen Russland (4:1-Sieg) konnte Spanien überzeugen und die Russen spielerisch locker besiegen. Das 2:1 gegen Schweden erzielte der momentane Führende der Torschützenliste David Villa erst in der Nachspielzeit, dennoch war es ein verdienter Erfolg. Ebenfalls sehr spät haben die Spanier das Abschlussspiel gegen Griechenland mit 2:1 gewonnen. Das zeigt eine der Stärken der spanischen Mannschaft: man kämpft bis zum Schluss und glaubt an den Sieg. Außerdem stellt Spanien mit 8 Treffern die zweitbeste Offensive der Vorrunde, was ein Pluspunkt dieses Teams ist.
2. Russland
Die Russen wurden in den letzten Tagen (besonders nach dem Spiel gegen Schweden) hochgelobt, weil sie so schönen Fußball spielen. Dem stimme ich aber nur teilweise zu. Gegen Spanien kam bei den Russen zwar streckenweise attraktiver Fußball zustande, dennoch wurden sie von den Spaniern überrannt und hatten keine Chance. Gegen Griechenland war die Leistung schwach, wie das komplette Spiel, aber gute Mannschaften machen mehr als ein Glückstor gegen solch schwache Griechen. Beim Schweden-Spiel gab es auch wieder ein paar sehenswerte Spielzüge, allerdings wurden viele Chancen sehr leichtfertig vertändelt. Ich habe gesehen, dass die Mannschaft durchaus schlagbar ist und den tollen Fußball nicht über 90 Minuten halten kann.
3. Schweden
Ich bin enttäuscht von der fußballerischen Magerkost, die Schweden uns geboten hat. Zwar kann man das teils auf den angeschlagenen Stürmerstar Ibrahimovic abwälzen, doch ich finde, dass auch der Rest des Teams keine gute Leistung abgeliefert hat. Bei den Schweden lief es in keinem Spiel richtig rund und der einzige Sieg war gegen die noch schwächeren Griechen. Vor allem war ich verwundert über die Hilflosigkeit im letzten Gruppenspiel gegen Russland. Kein Aufbäumen, kein Kampfeswille, nichts kam da von den Skandinaviern. Darum sind sie auch hochverdient aus dem laufenden Wettbewerb ausgeschieden. Man braucht eben mehr als einen Topstar, um bei einem großen Wettbewerb etwas zu erreichen.
4. Griechenland
Mir war klar, dass Griechenland seinen Titel nicht verteidigen wird, dazu war die Konkurrenz einfach zu stark. Dennoch habe ich gedacht, dass der Europameister von 2004 in dieser schwachen Gruppe mindestens ins Viertelfinale einziehen kann. Aber in keinem Spiel ging von der griechischen Truppe Torgefahr aus und auch das Prunkstück von 2004, die Abwehr, sah schwach aus. Die Mannschaft war taktisch gesehen zu defensiv ausgerichtet und konnte nach vorne keine Argumente setzen. Und so geht Griechenland als erster Titelverteidiger ohne Punktgewinn in die Geschichte des Fußballs ein.







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