Heute wirkt die Grafik von „FIFA 2001“ pixelig, doch als das Spiel herausgebracht wurde, gelang damit ein Durchbruch. Durch neues Motion Capturing wurden die Spielerbewegungen realistischer als zuvor und erstmals konnte man eine gewisse Ähnlichkeit zwischen den Pixel-Figuren und ihren Vorbildern in der Realität feststellen.
Der Schiedsrichter ist auf dem Spielfeld noch sichtbar; die Zuschauer im Stadion sind wenig ausgestaltet, aber – anders als bei neueren Versionen – dreidimensional; die geschwenkten Fahnen wirken auch gut. Alle Menüs und Fenster sind schlicht gestaltet und daher auch sehr übersichtlich. Wenn auch das Transfer-System umständlich ist, wird man schon mit guten Statistiken versorgt; auch im Spiel gibt es gute Statistiken, beispielsweise wird man informiert, wenn ein Spieler sein 5./10./15./etc. Saisontor geschossen hat. Das akustische und optische Design ist für das Jahr 2001 recht modern – elektronische Musik und Soundeffekte, dazu teilweise Neon-Farben. Der Soundtrack ist jedoch wenig abwechslungsreich; insgesamt sind es vielleicht fünf Stücke, die dem Spieler irgendwann zum Ohr raushängen.
Das Spiel verfügt wie alle FIFA-Versionen über die Originallizenzen, aber die Mannschaften und Spieler lassen sich auch gut editieren. Man kann u.a. mit immerhin 50 (!) Nationalmannschaften spielen. Ein positiver Aspekt ist auch, dass sich die Schiedsrichter-Strenge einstellen lässt. Das Tricksen ist hier sehr einfach, das Attackieren des Torwarts noch möglich. Allerdings sind auch Fallrückziehertore zu einfach; das macht das Spiel etwas unrealistisch. Man kann ein Spiel in Real-Zeit absolvieren (45 Min.-Halbzeit) und bis zu drei Saisons hintereinander durchspielen (mit Auf- und Abstiegsmodus).
Negativ ist natürlich, dass diese ältere FIFA-Version noch nicht so viele Möglichkeiten bietet wie die aktuellen. Es gibt von den einzelnen Ländern jeweils nur die erste Liga, nur drei Schwierigkeitsgrade und wenige Kamera-Einstellungen. Zudem ist keine Controller-Konfiguration möglich. Nervig ist auch die Werbung in den Menüs während des Spiels.
Außerdem ist das Gameplay noch nicht so realistisch wie bei den heutigen FIFA-Versionen. Das Freistoßsystem lässt eigentlich kein Freistoßtor zu, ebenso sind Distanzschusstore so gut wie unmöglich, es dauert sehr lange, bis die Spieler den Ball weiterverarbeiten können und man wird kurz vor dem Strafraum ständig umgeruppt. Um schnell zu laufen, muss man noch ständig die W-Taste drücken (anstatt die E-Taste gedrückt zu halten), was sehr unpraktisch ist, wenn man länger spielen will, da dies mit verkrampften Fingern nur schwerlich möglich ist.
Fazit:
„FIFA 2001“ ist die wohl einfachste und vom Gameplay her vielleicht unrealistischste Edition der EA Sports-Reihe. Die optische Gestaltung und der Mannschafts-Editor sind positiv zu bewerten. Nach über sieben Jahren ist dieses Spiel veraltet, aber auf der anderen Seite auch nicht „retro“ wie z.B. „FIFA 98“. Das Kaufen dieses Objektes lohnt sich also eher nicht.






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