Invasion der Ratten
Paris ist die Stadt der Liebe… und auch die der gehobenen Kochkünste. Hier werden vielerlei kulinarische Meisterwerke komponiert, beinahe täglich neue extravagante Gerichte kreiert und die eine oder andere süße Sünde getätigt. Wer würde das nicht gerne einmal in vollen Zügen genießen? Doch würde man es auch so genießen, wenn eine Ratte dies alles für einen zubereiten würde?
Diese Frage müssen sich wohl die Gäste des „Gusteau’s“, einem ehemaligen Sterne-Restaurant, stellen. Denn in diesem Gasthaus gibt es einen wenig talentierten Koch namens Linguini, der mithilfe der – in der Küche genialen – Ratte Rémy zu Ruhm gelangt. Dank der Ratte gelingt es dem Koch auch in seinem Leben für Ordnung zu sorgen und zu entdecken, dass er der Sohn des verstorbenen Meisterkochs Gusteau ist.
Technisch gesehen ist den Pixar Studios mit „Ratatouille“ ein Meisterwerk gelungen. Die (menschlichen) Charaktere sehen weitestgehend putzig aus, die Ratten sind einfach nur perfekt gelungen und das animierte Paris weiß ebenso zu entzücken. Auch musikalisch ist der Film – mit typisch französischen Klängen – sehr gut untermalt.
Die Story ist schön erzählt und schafft es, den Zuschauer zu berühren. Dies schien auch die Oscar-Jury so zu sehen, denn diese zeichnete den Film 2008 als besten Animationsfilm aus.
Wer jetzt denkt, dass „Ratatouille“ nur für Kinder gedacht ist, der irrt sich. Dieser Film ist so gut, dass er auch Erwachsene in seinen Bann ziehen kann. So eignet er sich vor allem für Familien, die einen lustigen DVD-Abend verbringen wollen.
9/10
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