Der Krieg der Trojaner
- Abgelegt in: Entertainment, Kino/Film
- Datum: 10. Apr 2008
Die Geschichte von Troja dürfte wohl jedem schon mal zu Ohren gekommen sein - Namen wie Achilles, Paris, Helena oder Odysseus haben die Jahrtausende überdauert.
Die Sage, auf der der Film von Wolfgang Petersen fußt, spielt um 1200. v. Chr.: Der trojanische Prinz Paris entführt Helena, die Frau des spartanischen Königs Menelaos. Der möchte Rache und zieht mit seinem Bruder Agamemnon, dem Herrscher über fast alle griechischen Provinzen, und einem riesigen Heer nach Troja, der als uneinnehmbar geltenden Stadt.
Paris, der sich verantwortlich fühlt, fordert Menelaos zu einem Zweikampf heraus, um den drohenden Krieg abzuwenden. Er unterliegt und wird durch seinen Bruder Hektor, der Menelaos tötet, vor dem Tod bewahrt. Agamemnon gibt seinem Heer daraufhin den Angriffsbefehl - der Krieg beginnt.
Um den dramatischen Effekt zu steigern, hat Regisseur Wolfgang Petersen die Dauer der Handlung von 10 Jahren auf ein paar Wochen verkürzt; auch einige Charaktere, die in der Originalgeschichte aus Homers „Ilias“ erwähnt werden, fehlen. Zudem spielen die Götter in dem Film “Troja” keine aktive Rolle und auch Achilles wird nicht als Halbgott dargestellt. Das stört keineswegs, da den meisten ohnehin nicht die Einzelheiten der Sage bekannt sind, sondern nur die Grundhandlung.
Der Film ist sehr sehenswert, spannend und mit gut gedrehten Kampfszenen; bietet sowohl Frauen als auch Männern ansehnliche Schauspieler - etliche Stars zeigen in dem 180-Millionen-Dollar-Spektakel ihr Können: Brad Pitt als Achilles, Orlando Bloom als Paris, Diane Kruger als Helena, Peter O’Toole als Priamos, Sean Bean als Odysseus, Eric Bana als Hektor.
Ebenfalls hervorzuheben ist die sehr gelungene Kostümierung. Es gibt keine klassische Gut/Böse-Trennung; die Sympathien liegen sowohl auf Achilles’ Seite als auch auf der der Trojaner.
Unübersehbar ist auch die Kritik am Krieg generell und an Tyrannen, die aus Eigennutz ein ganzes Volk in den Krieg stürzen.
8/10






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