Skandalnudel mit Schmusestimme
- Abgelegt in: Entertainment, Musik
- Datum: 5. Apr 2008
Drogenexzesse, einen Ehemann im Gefängnis, jede Menge Trubel mit der Presse und eine wunderbar rauchige Stimme; die Rede ist natürlich von Amy Winehouse.

Im heutigen Fokus steht ihr Album „Back to Black“, welches bereits ihr zweites ist und sich in den Jazz/Soul-Bereich einordnen lässt. Insgesamt 10 Titel sind auf den Silberling gepresst worden. Das Design der CD und des Covers sind schlicht in schwarz sowie dunklen Blautönen gehalten. Sieht auf den ersten Blick möglicherweise etwas langweilig aus, macht sich dann aber doch recht schmuck im Regal.
Die einzelnen Titel bieten Abwechslung, so wirkt das Album eigentlich nie langweilig und kein Track fällt qualitativ negativ aus der Reihe. Die rauchig-soulige Stimme bringt jede Menge Gefühl rüber und weiß auch durch Variation aufzufallen. Als Thema behandeln die meisten Songs Liebe und Probleme, die die Winehouse im realen Leben beschäftigen. So schafft es nahezu jeder Song eine andere Gefühlsregung in mir hervorzurufen und mich in den Bann zu ziehen. Mit „Rehab“ gelingt schon mit dem ersten Song ein sehr guter Auftakt, welcher sich über „Back to Black“ und „Tears Dry On Their Own“ noch weiter hochschaukelt und mit „He Can Only Hold Her“ ein furioses Finale findet. Die Songs dazwischen sind zwar nicht in ganz so hohen Gefilden anzusiedeln, ein Hören aber allemal wert.
Abschließend sollte jeder, der Jazz und/oder Soul mag, sich dieses Album zumindest einmal anhören, verkehrt wird es nicht sein. Die Ausstattung ist standardmäßig, ebenso die Hülle. Mit knapp 13€ Kaufpreis liegt Ms. Winehouse im Mittelfeld der Preisrangliste, ihr Album landet qualitätsmäßig jedoch weiter oben.
8/10






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