Wer von denen ist denn Rooney?
Nein, hier geht es nicht um den bulligen englischen Fußballstar Wayne!
Bis vor einiger Zeit war die fünfköpfige Indie-Band „Rooney“ nur wenig bekannt. Durch einen Gastauftritt in der Serie „O.C., California“ (mit dem Lied „I’m Shakin’“) machten sie zuerst auf sich aufmerksam. Inzwischen sind sie durch ihr Album „Calling the World“ etwas mehr ins Rampenlicht gerückt. Das Album selbst schaffte zwar nicht den Durchbruch in den Charts, aber Songs wie „When did your heart go missing?“ oder „Are you afraid?“ hört man immer öfter im Radio.



Dabei ist das Album auch sonst absolut überragend. Oft wird die Band mit Blur, den Beatles oder den Beach Boys verglichen; sie zeichnet sich aber nicht nur durch an längst vergangene (Musik-) Epochen erinnernde Melodien, sondern vor allem durch Vielfältigkeit aus. Zwar handeln so gut wie alle Lieder von Liebe oder Beziehungen, aber der Stil der kalifornischen Band ist sehr abwechslungsreich: manche Lieder sind schnell und mitreißend, andere eher ruhig und gefühlvoll, mal singt Robert Schwartzman in eher tiefen Tonlagen und weichen Übergängen, mal hoch und hektisch.
Genial ist schon das Intro-Lied „Calling the World“ – das Klingeln verschiedener Telefone leitet den Song ein, bevor der instrumentale und schließlich der gesangliche Bereich beginnt.
Das Album ist auch schön aufgemacht – schickes Cover, stabile Hülle, umfangreiches Booklet – und auf jeden Fall eine Investition wert.
10/10
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